„Und ich denke, diese Stadt verträgt Experimente.“

Dokumentation zum Bürger_innenengament in Dessau-Roßlau erschienen

Die maßgeblich vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz mitgetragene WOCHE GELEBTER DEMOKRATIE ist nun Geschichte (mehr dazu hier...). Doch vorbei ist damit noch längst nicht alles: Ganz im Gegenteil. Gerade die vorliegende Zusammenfassung beweist eindrucksvoll, dass die vom Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE unterstützten und angestoßenen Prozesse auf der Agenda der demokratischen Stadtgesellschaft auch weiterhin einen hohen Stellenwert einnehmen werden. Die 24seitige und bebilderte Dokumentation erfasst dabei vor allem die Ergebnisse der Netzwerkkonferenz vom 23. November 2011 im Dessauer Gemeinde- und Diakoniezentrum. Die Tagung fungierte als Höhepunkt der gesamten WOCHE, in der die Debatten aus den vorangestellten Einzelveranstaltungen in eine eher praxis- und zielorientierte Phase überführt werden konnten.

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LAP-Ideenwerkstatt am 30. Januar 2012

Aktionsplan, Vereine und Initiativen auf der Suche nach dem besten beteiligungsorientierten Format

Der LOKALE AKTIONSPLAN für Demokratie und Toleranz der Stadt Dessau-Roßlau (LAP) kann im Resümee auf ein bewegtes Förderjahr 2011 zurückschauen. Die letzten 12 Monate standen dabei ganz im Zeichen strategischer Weichenstellungen im hiesigen LAP-Gefüge. Mit durchaus innovativen Ansätzen rund um die WOCHE GELEBTER DEMOKRATIE (mehr dazu hier...) ist es gelungen, die öffentliche Debatte um erfolgversprechende Beteiligungsformate ein ganzes Stück voranzubringen. Da verwundert es kaum, dass sich die LAP-Gremien dafür entschieden haben, auch im Jahr 2012 verstärkt Projekte in diesem Handlungsfeld zu fördern. 

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EIN LICHT FÜR OURY JALLOH

Initiativen, Vereine und die Stadt erinnern erstmals gemeinsam an den Tod eines Asylbewerbes im Dessauer Polizeigewahrsam


Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh unter bislang nicht geklärten Umständen qualvoll in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers. Der Fall  und der anschließende Prozess sorgte bundesweit für Aufsehen (mehr dazu hier...). Vor allem deshalb, weil  sich eine juristische Aufarbeitung der Geschehnisse als schwierig und komplex erwies (mehr dazu hier...). Der Bundesgerichtshof (BGH) hob nach einer Beschwerde von Staatsanwaltschaft und Nebenklage den Freispruch eines Dessauer Richters für den angeklagten Polizei-Dienstgruppenleiters auf und verwies das Verfahren an das Landgericht Magdeburg zurück. Die Debatte polarisierte ungemein und führte zur einer bedenklichen Sprachlosigkeit, die einen Dialog über Jahre hinweg erschwerte (mehr dazu hier). Lange Zeit  blieb es engagierten Vereinen, Beratungsstellen und zivilgesellschaftlichen Bündnisses überlassen, sich dazu öffentlich zu postionieren. In den letzten Monaten hat sich jedoch einiges im lokalen Diskurs getan (mehr dazu hier...). Nun rufen einstige Kritiker_innen zusammen mit der Stadt und dem Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE - und damit auch dem Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz - erstmals am authentischen Ort zu einer Mahnwache auf den Treppen der Dessauer Polizeiwache auf. Genau am 07. Todestag Oury Jallohs, dem 07. Januar 2012. 

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MITMACH-LADEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Anlaufstelle zieht Bilanz

Das Team des Mitmach-Ladens für Kinder und Jugendliche zieht zum planmäßigen Förderende des durch den Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz der Stadt Dessau-Roßlau (LAP) unterstützen Projekts (mehr dazu hier...) und (hier...) eine positive Bilanz. Ziel des Mitmach-Ladens in Dessau-Roßlau war es, Kinder und Jugendliche zu ermuntern, sich an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Dazu sollten konkrete Wege aufgezeigt und gegebenenfalls erprobt werden, wobei Gedankenfreiheit nicht nur erwünscht, sondern geboten war. Damit aus Ideen Projekte werden können, galt es zudem, potenzielle Partner und Unterstützer zu gewinnen. In den vergangenen vier Monaten wurde mehr erreicht als ursprünglich vorgesehen. Zum Jahresende sollte der Mitmach-Laden eingentlich planmäßig schließen. Die engagierten Vereine haben indes bereits angekündigt, bis Ende Januar 2012 auch ohne Förderung weiterzumachen. Zweifellos ein Signal, dass auch hoffentlich erhört wird. Aktuell bemühen sich die Organisator_innen nämlich um Sponsoren, um an die erfolgreichen Arbeit nahtlos anknüpfen zu können(download Spendenaufruf hier...).

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WOCHE GELEBTER DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau

Veranstaltungsreihe lotet Chancen, Perspektiven und
Wege zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Dessau-Roßlau aus

Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier...) wartet nun mit einer Premiere für die Stadt auf: Einer WOCHE GELEBTER DEMOKRATIE. Das vom Lokalen Aktionsplan geförderte und unterstützte Format wird sich mit dem Thema der aktiven Bürger_innenbeteiligung kreativ und kritisch auseinandersetzen. Vom 15. bis 23. November 2011 erwartet Sie ein vielseitiges Angebot an Vorträgen und Gesprächsrunden. Die diskursiven Handlungsfelder reichen dabei vom Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen und mit engagierten Initiativen über die Beteiligung der jungen Generation am Leben in der Stadtgesellschaft bis hin zum Austausch über den kommunalen Bürger_innenhaushalt. Die abschließende Netzwerkkonferenz wird diese Impulse aufnehmen und in einen Bezug setzen, die Ergebnisse präsentieren und einen Ausblick wagen.

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"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Neue Stolpersteine in Dessau und Roßlau der Öffentlichkeit präsentiert

Zur feierlichen Präsentation neuer Stolpersteine hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Doppelstadt versammelt. Damit wird nun in Dessau-Roßlau an insgesamt 47 Orten den Verfolgten und Ermordeten des NS-Terrors gedacht. Die Aktion ist Bestandteil der Werkstatt Gedenkkultur, die in den vergangenen Jahren vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz gefördert und unterstützt wurde (mehr dazu hier...). Der Auftakt zu der Veranstaltungsfolge, bei der insgesamt elf neue Stolpersteine eingeweiht wurden, fand vor dem Haus in der Mühlenstraße 47 im Ortsteil Roßlau statt, um an Anna und Hertha Bruck zu erinnern. Die Schwestern wurden beide im Jahr 1942 in Auschwitz ermordet. In dem Haus hatte bis zu den Pogromen vom 9. November 1938 die jüdische Familie Bruck gelebt, die bis dato über drei Generationen hinweg die Öl-, Mehl- und Holzschneidemühle im Ort bewirtschaftet hatte. Die beiden jungen Frauen waren aus Deutschland nach Frankreich geflohen und haben als Mitglieder der Résistance gegen die deutschen Besatzer gekämpft. Zwei neue Stolpersteine erinnern nun vor dem Haus, aus dem sie damals fliehen mussten, an ihr Leben (eine ausführlichere Biographie findet sich auf der Seite Gedenkkultur Dessau-Roßlau).

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„Wir wollen den braunen Ungeist in unserer Stadt nicht“

Kundgebung DESSAU NAZIFREI setzt Zeichen für vielfältige Gesellschaft und gegen rechte Gewalt

Der Bundesparteitag der neonazistischen NPD fand aufgrund der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg glücklicherweise nicht – wie von der NPD geplant –  im Oktober 2011 in der Dessauer Anhalt-Arena statt (mehr dazu hier…). Nach Ansicht der zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürger des Netzwerkes GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier...) war dies jedoch kein Grund, sich nur im Stillen zu freuen. Und so versammelten sich gut 150 Menschen an der Friedensglocke um deutlich zu zeigen, dass neonazistischen Ideologen entschieden entgegen getreten werden muss, ob in Dessau-Roßlau oder anderswo.

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Premiere für Dessau-Roßlau: WOCHE GELEBTER DEMOKRATIE

Veranstaltungsreihe und Netzwerkkonferenz rund um das Thema Bürger_innenbeteiligung

Im November 2011 findet in Dessau-Roßlau erstmals eine Woche Gelebter Demokratie, gefördert und unterstützt vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz der Stadt Dessau-Roßlau, statt. Vorträge, Gesprächsrunden und die Gelegenheit zum Meinungsaustausch sollen die Bürger ermuntern, sich aktiv am gemeinschaftlichen Zusammenleben zu beteiligen. Das Angebot richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. Die Themen reichen von der Partizipation der jungen Generation am Leben in ihrer Stadt bis zur Debatte über einen kommunalen Bürgerhaushalt, der den Bewohner_innen mehr Mitspracherechte bei der Verwendung von Haushaltsmitteln einräumt. Die Netzwerkkonferenz wird zum Abschluss der Woche Gelebter Demokratie die Themen bündeln, Ergebnisse präsentieren und einen Ausblick wagen.

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„Ich sitze im Stellwerk, nicht in der Lokomotive.“

EINE ANLAUFSTELLE – ZWEI PROJEKTE – DREI VEREINE: MITMACH-LADEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE öffnet seine Pforten

Es gibt einen Ermöglicher, ein Team, das sich um die Einrichtung einer Jugendbank kümmert, eine Projektgruppe, die sich einem Kinder- und Jugendparlament verschrieben hat, jede Menge nette Studentent_innen und Leute, die einfach zuhören. Engagierte Nachwuchsdemokrat_innen haben jetzt ein neues Domizil bekommen. Der Mitmach-Laden in der Kavalierstraße 58 wird zukünftig die Anlauf- und Verstärkerstelle für all die Kinder und Jugendlichen sein, die in der Stadt etwas bewegen und verändern wollen. Dort werden eben nicht nur die beiden vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz (LAP) geförderten Maßnahmen BETEILIGEN – VERSTEHEN – HANDELN (mehr dazu hier…) und DASUBE (mehr dazu hier…) koordiniert, sondern die drei Vereine wollen so richtig Stimmung machen, selbstredend positiv besetzt. Kopfschmerzen sowie Nach- und Umdenken bei den erwachsenen Entscheidungsträger_innen im Rathaus, den Amtsstuben und Vereinsvorständen unter Garantie inklusive.

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Mehr Demokratie wagen

Das LAP-Projekt DASUBE läuft vom Stapel

Wie können sich mehr BürgerInnen an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen? Wie kommt frischer Wind in die Diskussion über aktuell und kontrovers debattierte Themen? Wie können sich AkteurInnen themenbezogen austauschen und besser vernetzen? Das sind die zentralen Fragen, denen sich das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier...) und das durch den Lokalen Aktionsplan geförderte Projekt „Demokratische Alltagskultur stärken und Beteiligung ermöglichen“ (DASUBE) mit der neuen Projektgruppe DEMOKRATISCHE DEBATTE (mehr dazu hier...) nun stellen.
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Kinderstadt DESSOPOLIS 2011

Projekt startet in der Dessauer Pestalozzischule

Im Sommer 2011 veranstaltet der Verein punkt e.V. zum vierten Mal die Kinderstadt Dessopolis in Dessau-Roßlau. Vom 4. bis 10. August regieren dann wieder sieben- bis 14-Jährige ihre eigene Stadt. "Im ersten Jahr 2007 war vieles noch improvisiert", so Heiko Bergt, Mitorganisator der Kinderstadt. "Aber dank der Unterstützung durch den Lokalen Aktionsplan Dessau-Roßlau in den Jahren 2008 und 2009 (mehr dazu hier...) und (hier...) konnte die Kinderstadt in den Folgejahren auch inhaltlich wachsen." So können sich auch in diesem Jahr wieder Kinder – ohne Eltern! – in Mitbestimmung, Bildung eigener Regeln und einem friedlichen und demokratischen Miteinander ausprobieren. Und der LAP, hat in 2011 schließlich zur großen Beteiligungsoffensive in der Stadt geblassen (mehr dazu hier...) und (hier...).
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BETEILIGEN - VERSTEHEN - HANDELN

Projekt setzt auf die Einrichtung einer Youth Bank und will in der Stadt einen Kinder- und Jugendbeirat etablieren

Kann man den Kids eigentlich Geld in die Hand geben ohne in Sorge zu sein, dass es gleich wieder in Fastfood, Klingeltöne und PC-Games investiert wird? Und überhaupt, gibt es den heute noch Kinder und Jugendliche die bereit sind, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen, abseits vom Streit ums TV-Programm und die Spielekonsole? Nicht nur der Lokale Aktionsplan für Demokratie und Toleranz Dessau-Roßlau beantwortet beide Fragen unmissverständlich: „Ja!“ Zusammen mit dem Verein Helfende Hände Dessau Roßlau e.V. und dem punkt e.V. hat der Aktionsplan am 1. Juli 2011 das brandneue LAP-Projekt BETEILIGEN - VERSTEHEN - HANDELN gestartet. Das Vorhaben bettet sich dabei in den thematischen Schwerpunkt ein, den VertreterInnen von Vereinen und Institutionen in der letzten LAP-Ideenwerkstatt partizipativ entwickelt haben (mehr dazu hier…). 
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GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau

62 Gäste diskutieren auf Netzwerkkonferenz und entwickeln gemeinsamen Fahrplan für das kommende Jahr


Umfangreiche Dokumentation erschienen


Am 23. November 2010 kamen im Liboriusgymnasium ganz verschiedene Menschen mit unterschiedlichsten Weltanschauungen, Lebensentwürfen und Wertvorstellungen zusammen. Vom Leitenden Oberstaatsanwalt, über den Chefarzt des Städtischen Klinikums bis hin zur antirassistischen Basisinitiative einte sie alle ein handlungsleitendes Motiv: Dessau-Roßlau etwas weltoffener, toleranter und lebensfroher zu gestalten. Dabei trafen sich AktivistInnen des Netzwerkes GELEBTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier...) mit interessierten BürgerInnen und Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft, um in einer Rückschau Bilanz zu ziehen. Auf der vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz geförderten Konferenz standen darüber hinaus die kommenden Herausforderungen für das demokratische Gemeinwesen an Elbe und Mulde im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden die zukünftigen Herausforderungen besprochen, um daraus tragfähige Konzepte zu entwickeln. 
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Die MEDIATHEK ist endlich online

Internetgestützte Datenbank bietet erprobte Produkte und Ansätze für die Bildungsarbeit

Nach unzähligen Gesprächen, Überarbeitungsphasen und Abstimmungsrunden ist es endlich soweit: Das vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz (LAP) geförderte Projekt einer MEDIATHEK ist im Netz. Der Aktionsplan in Dessau-Roßlau hat seit 2007 mannigfaltige Projekte zur Demokratieförderung umgesetzt und begleitet. Die MEDIATHEK ist das zentrale Archiv für nachnutzbares Material aus diesen modellhaften Ansätzen. Hier finden sich für Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Trägern der Erwachsenbildung barrierefrei und niedrigschwellig aufbereitete pädagogische Handreichungen, Vorträge, Broschüren, Audiobeiträge und Videos aus LAP-Projekten und Produkte, die Vereine und Initiativen aus der Stadt unabhängig vom Lokalen Aktionsplan entwickelt haben. Die Kategorie "Best Practice" enthält zudem Konzepte, die sich als Praxisbeispiele durch ihre herausragende Umsetzung auszeichnen.
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„Naaaaazis rau-au-au-au-aus!“

Gendenkkonzert für Alberto Adriano setzt im Dessauer Stadtpark Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt


Das Zelt im Dessauer Stadtpark macht lange einen verwaisten Eindruck. Ein Kamerateam sucht zunächst vergeblich nach Bildern. Am Bierstand herrscht gähnende Leere. Erst nach und nach findet sich das Publikum am 12. Juni 2010 zum Gedenkkonzert ein, dass zehn Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano an die schreckliche Tat erinnert und damit zugleich ein Zeichen gegen rechte Gewalt und Rassismus setzen möchte (mehr dazu hier...). Es kommen schließlich fast 300 Menschen zu dem vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz geförderten Projekt.

Die allerdings haben ihren Spaß. KulturamtsmitarbeiterInnen bewundern ihren Nachwuchs auf der Bühne, alternative Jugendliche rocken gemeinsam mit Größen der regionalen Hip Hop-Szene ab und die afrikanische Community der Region, die fast vollständig angetreten ist, scheut den interaktiven Kontakt auf der Tanzfläche nicht. Die Veranstalter um den Förderverein Junger Musiker (mehr dazu hier...) und die Deutsche Angestellten-Akademie (mehr dazu hier...) ziehen dann auch ein ambivalentes Resümee.  Erfreulich sei, dass mit der Aktion immerhin 400,00 Euro gesammelt werden konnten, die nun der Familie Alberto Adrianos zu Gute kommen sollen. Schockiert zeigten sich die OrganisatorInnen von den Reaktionen nicht weniger PassantInnen. Die hätten aus ihren alltagsrassistischen Einstelllungen keinen Hehl gemacht. An gleicher Stelle fand einen Tag zuvor indes eine hochkarätig besetzte Fachtagung und eine Gedenkstunde statt (mehr dazu hier...).  
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